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Kopf der Woche

Guido Fluri, neuer Eigentümer der Miss-Schweiz-Organisation

Der Chamer Guido Fluri ist der neue starke Mann bei der Miss-Schweiz-Organisation. Er sicherte dank seiner Finanzspritze deren Fortbestehen. Bekannt ist er aber in erster Linie als Immobilienunternehmer und als Präsident des Stiftungsrats der karitativen Guido Fluri Stiftung.

Guido Fluri (45) sorgte bisher mit seinem Immobilienunternehmen Fluri Real Estate AG in Cham für Aufsehen, da er Immobilien und Beteiligungen im Wert von mehreren Hundert Millionen Franken hält. Nun übernahm er die kriselnde Miss-Schweiz-Organisation. Das Schweizer Fernsehen hatte zuvor angekündigt, den Schönheitswettbewerb nicht mehr zu übertragen, weil die Sendung markant an Zuschauern eingebüsst hatte. In der Folge sprangen Sponsoren ab, der Organisation ging das Geld aus. Im September 2012 findet erstmals seit Jahren keine Wahl statt, weil 300 000 Franken für die Übertragung auf einem Privatsender fehlten. Guido Fluri rettete nun die Wahl. «Die Schweiz soll die Tradition eines nationalen Schönheitswettbewerbs beibehalten», gibt der dreifache Familienvater in den Medien als Beweggrund an.

Dank antizyklischem Verhalten zum Erfolg

Guido Fluri ist ein untypischer Unternehmer – er blickt auf eine klassische «Tellerwäscher-Karriere» zurück. Als mittelloser Teenager jobbte er als Tankwart. Danach stieg er mit 20 Jahren ins Immobilienbusiness ein. Er verhielt sich antizyklisch, kaufte während der Immobilienkrise in den 1990er-Jahren Dutzende erstklassiger Liegenschaften in Zug, Luzern, Zürich, Winterthur und Basel zu tiefen Preisen. Mit viel Hartnäckigkeit und Akribie bewegte er sich seither erfolgreich im Immobiliengeschäft. Im Juli 2012 erwarb er zudem zwei weitere Gebäude in der Stadt Luzern: in der Neustadt und am Schwanenplatz. Das Anlagevolumen seiner Firma beträgt mehrere Hundert Millionen Franken. Der Besitz zählt somit zu den grössten rein privat gehaltenen Immobilienportefeuilles der Schweiz.

Guido Fluri Stiftung

Guido Fluri betont in den Medien, dass er rund einen Drittel der jährlichen Einnahmen an verschiedene gemeinnützige Stiftungen weiterlenkt. Er gründete die Guido Fluri Stiftung, die sich karitativ im Bereich Krebsforschung einsetzt, da er selber vor Jahren an einem Hirntumor erkrankt war. Sie bezweckt zudem, schizophrene Menschen besser in die Gesellschaft zu integrieren und Gewalt an Kindern zu verhindern.

www.fluri-realestate.ch

www.guido-fluri-stiftung.ch

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