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Kopf der Woche

Christian Perret

Christian Perret versteht es wie kein zweiter Fotograf, Botschaften in Bilder umzusetzen. Als gelernter Studiofotograf beginnt sein Arbeitsgebiet heute dort, wo es im Studio aufhört. Um noch näher dran zu sein, hat er als erster Fotograf in der Schweiz die Ausbildung «Arbeiten am hängenden Seil» absolviert. Damit kann er noch intensiver die konzeptionelle Arbeitsweise vom Studio mit der gewaltigen Outdoor-Szenerie kombinieren.

Der digitalen Fotografie sei dank: Heute kann jeder fotografieren. Doch es gibt sie zum Glück immer noch, die Unterschiede, welche einen Amateurfotografen von einem Berufsfotografen unterscheiden. Christian Perret aus Emmetten ist ein solcher Fotograf, dessen Aufnahmen sofort herausstechen. Der ausgebildete Werbefotograf hat sich mit seinen nicht alltäglichen Aufnahmen einen hervorragenden Namen geschaffen. Dabei gilt für ihn oftmals die Devise: je steiler, desto lieber. Damit sprengt der in Emmetten lebende Christian Perret mit seinen Fotografien die Grenzen. Er versteht es wie kein Zweiter, Botschaften in Bilder umzusetzen. Seine Stärke ist die Werbefotografie ausserhalb des Studios. Ein Betätigungsfeld, das er vor über 30 Jahren gegen den Willen seines Vaters ? dieser war ebenfalls ein bekannter Werbefotograf ? umsetzte und damit die herkömmliche Werbefotografie auf den Kopf stellte. «Mir fehlte die Dynamik in den Aufnahmen, und so verlegte ich das Studio kurzerhand in die Natur.» Wie man in diesem neuen Umfeld die Werbebotschaft umsetzen kann, war ein langer Prozess. Doch damit begann seine eigentliche Erfolgsgeschichte. Christian Perret benutzt die Natur als natürliche Kulisse. Hier kann er seine Ideen in dynamische Bilder umsetzen, die zum eigentlichen Markenzeichen des 57-jährigen Fotografen geworden sind. Zurzeit setzt er Projekte um für die Rega, für Schweiz Tourismus, Wallis Tourismus, Gasser Felstechnik, Suva, Engelberg, Zentralschweiz, Gstaad, Rotex und viele mehr.

Nur für Schwindelfreie

Um noch näher bei seinen Modellen zu sein ? dazu gehören oftmals Bergführer wie auch Bauarbeiter und Felsreiniger ?, hat Christian Perret im vergangenen Herbst die Ausbildung «Arbeiten am hängenden Seil» als erster Fotograf in der Schweiz überhaupt absolviert. Unter Arbeiten am hängenden Seil fallen Tätigkeiten, bei welchen ein Seil den Körper primär stabilisiert und ein Systemversagen ohne Sicherungsseil unweigerlich einen Absturz zur Folge hätte. Das Seilsystem jeder Person verfügt über mindestens zwei getrennt voneinander befestigte Seile. Nebst dem Arbeitsseil ? es trägt das Körpergewicht und die Arbeitsausrüstung ? kommt zusätzlich ein Sicherungsseil zum Einsatz. Die Suva (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) hat für die Ausübung von «Arbeiten am hängenden Seil» strenge Richtlinien erlassen und organisiert auch entsprechende Ausbildungen in enger Zusammenarbeit mit Berufsverbänden und Ausbildungsstätten wie zum Beispiel dem Schweizerischen Bergführerverband.

www.perretfoto.ch

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