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Kopf der Woche

Bruno Thürig, Verwaltungsratspräsidenz Pilatus-Bahnen AG

«Ich suche die Herausforderung und keinen Sitzplatz.» Diese klaren Worte von Bruno Thürig sagen eigentlich schon fast alles darüber, wie er sein neues Mandat als Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Bahnen AG gestalten möchte. Eine der Herausforderungen für den in diesem Jahr 54 Jahre alt werdenden CEO der Obwaldner Kantonalbank wird es sein, die in den letzten Jahren am Pilatus getätigten grossen Investitionen rentabel zu machen.

Wer kann sich schon der magischen Wirkung des Pilatus entziehen? Und wenn man wie Bruno Thürig in Kriens, am Fusse dieses mächtigen Felsriesen, aufgewachsen ist und heute den Berg täglich von seinem Wohn- und Arbeitsort aus in Obwalden von seiner nicht minder attraktiven Rückseite sieht, wohl schon gar nicht. «Dieser Berg übte schon immer eine starke Ausstrahlung auf mich aus», sagt der 54-jährige CEO der Obwaldner Kantonalbank, der am 12. Mai dieses Jahres die Nachfolge von Oscar J. Schwenk als Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Bahnen AG angetreten hat. Auf Jobsuche sei er nicht gewesen, versichert Bruno Thürig. Als aber die Anfrage für die Übernahme des Verwaltungsratspräsidiums auf dem Tisch lag, war es ein Entscheid des Herzens, diese Herausforderung anzunehmen.

Unternehmen auf gesunden Beinen

Dass heute die Pilatus-Bahnen AG zu den Perlen der Bergbahnen zählt, ist sicher ein Verdienst von Bruno Thürigs Vorgänger, Oscar J. Schwenk. Das Bahnunternehmen erzielte in den letzten Jahren laufend neue Spitzenergebnisse. Selbst dann, wenn, wie im vergangenen Jahr, der Bahnbetrieb von Fräkmüntegg auf Pilatus Kulm wegen des Neubaus der Pendelbahn ab September eingestellt war. Der Umsatz fiel mit 28,9 Millionen Franken um vier Prozent höher aus als im Vorjahr. 50 Millionen Franken hat das Unternehmen in den letzten sieben Jahren in die verschiedensten Infrastrukturen am Berg investiert. 18 Millionen Franken hat alleine der Neubau der Pendelbahn gekostet. «Das ist viel Geld», muss auch der täglich in seinem Beruf als CEO der Obwaldner Kantonalbank mit grossen Geldbeträgen konfrontierte Bruno Thürig feststellen. «In nächster Zeit wird es vor allem darum gehen, die grossen Investitionen der vergangenen Jahre rentabel zu machen.»

Sich neuen Herausforderungen stellen

Bruno Thürig weiss sehr wohl, auf was er sich mit der Übernahme dieses Mandats als Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Bahnen AG einlässt. Sich neuen Herausforderungen zu stellen, entspricht viel mehr seinem Naturell, als sich irgendwo hinzusetzen und mal abzuwarten, was passiert. «Und am Pilatus wird noch einiges geschehen», verspricht der in seiner Freizeit gerne mit dem Mountain-Bike die Gegend erkundende Bruno Thürig. «Es schlummern viele Ideen in den Köpfen der Verwaltungsräte und der Geschäftsleitung», meint er vielsagend, aber ohne bereits die Katze aus dem Sack zu lassen. Dass er am Ende an den Zahlen seines Vorgängers gemessen wird, ist für ihn klar, allerdings auch nichts Neues. Als er im Jahre 2002 als Partner einer Anwaltskanzlei in Kriens ausstieg und neuer CEO der Obwaldner Kantonalbank wurde, waren die Fussabdrücke auch nicht gerade klein, in die er zu stehen hatte. Bruno Thürig stellte sich den neuen Herausforderungen und konnte zu Beginn dieses Jahres wie schon in etlichen Jahren zuvor mit einem erfreulichen Ergebnis aufwarten. Dass die Bilanzsumme des Obwaldner Bankinstituts erstmals die Vier-Milliarden-Grenze überschritt, sagt eigentlich schon wieder fast alles. (bc.)

www.pilatus.ch

www.owkb.ch

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