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Kopf der Woche

Bruno Thürig

Bruno Thürig, Direktor der Obwaldner Kantonalbank, verlässt das Unternehmen per Ende Juni 2022. Er soll neuer Präsident des Schweizerischen Kantonalbankenverbandes (VSKB) werden.

«Nach zwanzig Jahren ist es an der Zeit, einer neuen Person Platz zu machen», begründet Bruno Thürig seine Entscheidung, die Obwaldner Kantonalbank (OKB)  zu verlassen. Am 1. Juli 2002 hat er den Vorsitz der Geschäftsleitung übernommen und führt seither die Bank als CEO und Direktor.

Bilanzsumme verdoppelt

Unter der Führung von Bruno Thürig ist die OKB kontinuierlich und erfolgreich gewachsen. Die Bilanzsumme hat sich mehr als verdoppelt. Das Eigenkapital hat sich seit 2002 von 234 auf 496 Millionen Schweizer Franken erhöht. Gleichzeitig wurden in diesem Zeitraum insgesamt 191 Millionen Schweizer Franken an PS-Dividenden, Ablieferungen an den Kanton sowie Abgaben für die Staatsgarantie bezahlt. Auch auf die Risikopolitik und die Kostenentwicklung hat der Direktor stets ein wachendes Auge gehalten. Ausserdem ist die Bank hervorragend für die Zukunft positioniert. «Nebst den zusätzlichen digitalen Dienstleistungen, legen wir grossen Wert auf den persönlichen Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden», betont Bruno Thürig. Deshalb hat die OKB in den letzten Jahren nicht nur in die Digitalisierung, sondern auch in das Filialnetz investiert. 

Ein zentrales und wichtiges Projekt von Bruno Thürig befindet sich aktuell in der Endphase: Quadrum – der neue Hauptsitz der OKB. Seinen Anfang nimmt das Neubau-Projekt im Jahr 2005, als der Dorfkern von Sarnen überflutet wird. Nach neun Jahren im Provisorium bezieht die OKB Ende August dieses Jahres ihren neuen Hauptsitz in Sarnen Nord. 

Die Zukunft der Jugend

Ebenfalls am Herzen liegt dem 59-Jährigen die Ausbildung von jungen Menschen. Inzwischen ist die OKB einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe im Kanton Obwalden. Im vergangenen Februar hat die OKB die Auszeichnung «Great Place to Start / Beste Lehrbetriebe Schweiz 2021» erhalten.

Auch persönlich hat der Direktor die OKB stark geprägt. «Für Bruno Thürig war immer klar, dass die Bank nur erfolgreich sein kann, wenn die Mitarbeitenden motiviert und die Kundinnen und Kunden zufrieden sind», sagt Bankratspräsident Daniel Dillier. «Dafür hat er sich unermüdlich und mit viel Leidenschaft eingesetzt.» Ende Juni 2022 werden es zwanzig Jahre sein. «Wir danken Bruno Thürig bereits heute für sein grosses Engagement sowie die hervorragende Zusammenarbeit und wünschen ihm nur das Beste für seine Zukunft», sagt Daniel Dillier im Namen des gesamten Bankrats. Bruno Thürig hat den Bankrat bereits früh über seine Zukunftspläne in Kenntnis gesetzt und damit optimale Voraussetzungen für die Nachfolgeplanung durch den Bankrat geschaffen. 

Nominiert als VSKB-Präsident

Bruno Thürig wird die OKB verlassen, den Kantonalbanken auf Verbandsebene jedoch erhalten bleiben. Er wurde gestern formell als Nachfolger von Prof. Dr. Urs Müller als Präsident des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken  (VSKB) nominiert. Urs Müller hat sich entschieden, nach zehn Jahren an der Spitze des Verbands im Laufe des nächsten Jahres in den Ruhestand zu treten. Die offizielle Wahl und der Amtsantritt des neuen VSKB-Präsidenten erfolgen anlässlich der VSKB-Generalversammlung vom 9. Juni 2022. (pd/red.)

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