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Kopf der Woche

Basil Koch, Plakettenkünstler und Fasnächtler

Basil Koch, «ROI-Online»-Kopf der Woche 8, macht selber Köpfe – «Grende» genannt. Er hat auch die Luzerner Fasnachtsplakette kreiert, die eigentliche Währung der Luzerner Fasnacht. Und diese ist bekanntlich auch ein Geschäft.

Basil Koch (53), Marketing- und Kommunikationsfachmann, ist ein «Carneval Native», ein in der Wolle gefärbter Luzerner Fasnächtler mit tiefgründenden Wurzeln: Sein Vater Bruno Koch, Mitbegründer der legendären Bohème-Musig und wohnhaft in der Furrengasse im Herzen der Altstadt, dem Hotspot der Lozärner Fasnacht, hat für die DNA seiner Kinder gesorgt – alle sind sie vom Virus befallen, Basil ganz besonders: Als Jungspund ebenfalls Initiant eines guuggenmusikalischen Start-ups, als Posaunist bei der «Alten Garde» und heute Aktiver bei der Fasnachtsgruppe «Nostradamus», die von sich behaupten kann, eine der kreativen Urzellen der Fasnacht in der Leuchtenstadt zu sein. Als Mitglied der 1818 gegründeten Maskenliebhaber Gesellschaft Luzern weiss er auch um die historischen Werte der fünften Jahreszeit in Luzern. Basil Koch ist ein Fasnachtskünstler und Maskenbauer. Er kreiert Masken, in Luzern «Grende» genannt, die immer mehr in den Gassen der Altstadt anzutreffen sind und die besagte Fasnachtsgruppe «Nostradamus» prägen. Damit ist Basil Koch, Vater zweier Kinder, auch Teil einer Industrie, die vermehrt zulegt. «ROI-Online» hat 2009 ein Wertschöpfungsmodell der Luzerner Fasnacht publiziert, das an der Marke von rund zehn Millionen Franken kratzte – ohne Gastronomie. Dieser Betrag wird sich in den vergangenen sechs Jahren wohl erhöht haben und bei 13 Millionen angelangt sein.
Umsatz wird auch mit der Fasnachtsplakette gemacht, wobei das Luzerner Fasnachtskomitee (LFK) dazu keine Zahlen bekanntgibt. Das LFK konnte aber Ende 2014 den Gewinner des Plakettenwettbewerbs bekanntgeben. Und der heisst – richtig: Basil Koch. Der bronzene, silberne oder exklusiv golden-silberne Fetisch (auch offizielle Währung der organisierten Fasnacht) zeigt einen «Grend», frei nach dem Motto «Öb Erwachsni oder Chind, jede Fasnächtler treit a de Fasnacht e Grend». Wenn sich doch bloss die LFK- Granden daran hielten ... (jo.)

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