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  • Bild: Kanton Zug

Zug setzt auf Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein wesentliches Element der Strategie des Kantons Zug. Hierbei werden ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Interessen berücksichtigt. Auch namhafte Zuger Firmen verpflichten sich zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Nachhaltigkeit ist ein wesentliches Element der Strategie des Kantons Zug. Es wird entsprechend dem Drei-Dimensionen-Konzept die Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Interessen angestrebt. Der Cercle Indicateurs (Nachhaltigkeitsmessung des Bundesamts für Statistik) zeigt, dass der Kanton Zug in den letzten zehn Jahren in allen drei Bereichen vorbildlich abgeschnitten hat. Dazu tragen zahlreiche Projekte und Initiativen der ansässigen Firmen und der Zuger Bevölkerung bei. So wurde letztes Jahr in Zug das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF), unter dem Motto Vermeiden – Wiederverwerten – Kompensieren durchgeführt und fand als grösstes Sportereignis der Schweiz mit über 420'000 Besuchenden zum ersten Mal klimaneutral statt.

Auch das nachhaltige Projekt Circulago der Wasser Werke Zug (WWZ) bringt eine klimaschonende und regionale Energieversorgungslösung. Durch den Einbezug der Seewärme sollen nach Angaben der WWZ jährlich 25'000 Tonnen CO2 eingespart werden. Weiter verfolgt die Stadt Zug zur Bewältigung der Herausforderung des Siedlungswachstums und der zunehmenden Globalisierung eine sehr konsequente Smart City Strategie mit Fokus auf die sechs Bereiche: Smart Government, Smart People, Smart Mobility, Smart Living, Smart Economy und Smart Environment.

Im Bereich Nachhaltiges Bauen und Smart Environment ist zudem das Suurstoffi-Areal in Rotkreuz ein schweizweites Aushängeschild. Das rund 100 000 Quadratmeter grosse Areal setzt mit seiner Mission «Zero-Zero» und mit verschiedenen Massnahmen auf CO2-Neutralität. Dieses neue dynamische Quartier bietet ein Zuhause für rund 1500 Bewohnerinnen und Bewohner, Firmen und Institutionen mit internationaler Ausstrahlung und rund 2500 Arbeitsplätzen sowie für den Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern mit rund 2000 Studierenden.

Nebst den «lokalen Aktivitäten» hat sich im Kanton Zug ein veritables Nachhaltigkeits-Cluster von international tätigen Firmen und Institutionen entwickelt. So werden z.B. bei Siemens, mit globalem Hauptsitz der Einheit Smart Infrastructure in Zug, Ressourcen geschätzt, Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigt und nachhaltige Energie zuverlässig und effizient geliefert.

Die in Zug beheimatete Landis+Gyr verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Entwicklung und besitzt durch Smart Metering eine starke Marktposition. Smart Metering spielt dabei eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Netzes zu einem Smart Grid. LafargeHolcim mit Hauptsitz in Zug ist als weltweit führender Baustoffhersteller mit dem ersten ressourcenschonenden und klimaneutralen Beton der Schweiz ein Vorreiter. Vision ist, bis 2050 ausschliesslich klimaneutrales und vollständig rezyklierbares Baumaterial zu produzieren.

Ausserdem bietet der Kanton Zug ein hoch attraktives Umfeld für zahlreiche Startups mit Fokus Nachhaltigkeit, wie unter anderem eCarUp oder Wattelse. Durch den Inkubator Crypto Valley Venture Capital (CV VC) werden zudem besonders Jungunternehmen aus der Sparte Krypto, Blockchain und Fintech gefördert. Des Weiteren tragen eine ganze Reihe von relevanten Plattformen und Institutionen mit ihren eigenen Nischen zu einem nachhaltigen Ökosystem in Zug bei. So fördert das Kompetenzzentrum für Energie und Ressourceneffizienz WERZ, als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, durch Wissenstransfer in Bildung, Projekten und in Netzwerken die Nachhaltigkeit von Unternehmen (siehe «Wir stellen vor»). Auf der Grundidee des Vernetzens baut auch der Innovationspark Zentralschweiz auf. Mit Fokus auf Building Excellence beschäftigt sich der Innovationspark mit der Schaffung von Wohlstand und Wohlergehen der Menschen sowie der Digitalisierung und Optimierung von Gebäuden, Arealen und der gebauten Umwelt im System und Lebenszyklus. Indem sich Unternehmen, Hochschulen, Institutionen, Startups und Studierende vernetzen, wird ein dynamisches Innovations-Ecosystem erschaffen (siehe «Wir stellen vor»).

Nicht zuletzt fördert die in Zug ansässige Swiss Impact Investment Association (SIIA) Investitionen und Unternehmen mit gesellschaftlicher Wirkung. Im Oktober wird bereits der fünfte jährliche, internationale Impact Summit durchgeführt (siehe «Wir stellen vor»). Auch das der Hochschule Luzern angehörige Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) beleuchtet in seiner Studie «Sustainable Investments» jährlich nachhaltige Anleihen. Dabei wird der positive Einfluss von Investments auf Umwelt und Gesellschaft untersucht. Die Studie verschafft einen Überblick über das Angebot und die besonderen Merkmale von nachhaltigen Fonds, orientiert an internationalen Nachhaltigkeitsprinzipien. Die diesjährige Studie wird im November 2020 erscheinen. (pd./red.)

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