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Fokus

Zug ist nachhaltig

Ein Kernelement der Strategie des Kantons Zug 2019 - 2026 ist die Nachhaltigkeit. Sie schwingt in den unterschiedlichsten Bereichen mit. So etwa bei der Lebensqualität, wo die Herausforderung erkannt wurde, das Nebeneinander von Raum und Natur ressourcenschonend zu gestalten und den Grundsatz «Wachstum mit Grenzen» zu berücksichtigen.

Für den Kanton Zug  sind auch Komponenten wie Offenheit gegenüber erfolgversprechenden Neuerungen, Investitionen in identifizierte Stärken und das Schaffen von günstigen Voraussetzungen für die digitale Entwicklung Beispiele für den nachhaltigen Charakter der strategischen Ziele.

Nachhaltig in Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft

Dass Zug seine Nachhaltigkeitsziele auch umsetzten konnte, zeigt das gute Ranking, welches er beim letzten «Cercle Indicateurs» im Jahr 2017 erreichte. Dieses nationale Netzwerk, welches verschiedene Städte und Kantone bezüglich ihrer Nachhaltigkeit bewertet, bescheinigt Zugs Stärken in allen drei Bereichen (Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft). Seiner Strategie entsprechend schafft der Kanton beispielsweise durch sein Raumplanungsgesetz wichtige Rahmenbedingungen für die Nachhaltigkeit. Dieses Gesetz besagt, dass die unlimitierte Besiedelung eingeschränkt ist und schützt damit die Naturflächen des Kantons. Weiter auch sorgen die Gemeinden mit ihrem durchdachten Entsorgungskonzept für eine möglichst grosse Wiederverwertung von Abfallprodukten - frei nach dem Motto: wiederverwerten statt verbrennen.

UN Standards

Übergreifend bedurfte es in erster Linie einer Orientierung an den von der UN entworfenen internationalen Standards zur Nachhaltigkeit. Diese sogenannten SDG («Sustainable Development Goals») umfassen wirtschaftliche, soziale und ökologische Zielsetzungen, welche eine globale Agenda der nachhaltigen Entwicklung anstreben. Für den Kanton Zug zeigt sich dies in der Wirtschafts- und Finanzbranche, welche zielgerichtet ein Bewusstsein schaffen für nachhaltiges Investieren.

Pionierin Partners Group

Zu den Pionieren gehört die Partners Group, welche mit ihrer lancierten Anlagestrategie «PG LIFE» attraktive Renditen mit sozialen und ökologischen Beiträgen vereint. Das «Clean Energy Infrastrucutre» (CEI) Projekt von Capital Dynamics zeigt sich als weiterer Vorläufer, dessen Mandat vor allem das Investieren in Solar- und Windenergien ist. Auch die Swiss Impact Investment Association (SIIA) hat eine Vorreiterrolle gespielt, welche jährlich den Impact Investment Summit in Zug ausrichtet. Die SIIA war massgeblich daran beteiligt, die Idee der sogenannten «Impact Investments» in der Schweiz zu fördern. Folglich sind dies Investitionen, welche neben Renditen auch eine positive Auswirkung auf die Umwelt und die Gesellschaft haben. Am Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) der Hochschule Luzern (HSLU) ist «Sustainable Investment» ein wichtiger Bestandteil ihrer Aus- und Weiterbildung. Zudem wird am alljährlichen Sustainable Investment Day eine jährliche Studie zu nachhaltigen Investmentfonds in der Schweiz präsentiert.

Zug Estates geht mit gutem Beispiel voran

Im Bereich der nachhaltigen Wirtschaft kann Zug eine Reihe von Firmen vorweisen welche dieses Prinzip vorleben. Ein Beispiel ist die Remei AG, welche die Produktion nachhaltiger Textilien aus Bio-Baumwolle koordiniert. Nachhaltiges Wirtschaften ist ebenfalls ein Fokus der Zug Estates AG. Sie strebt mit Solarenergie, Erdwärme und einem Energienetz eine komplett CO2-neutrale Nutzung des 165’000 Quadratmeter grossen, von ihr betriebenen Suurstoffi Areals in Rotkreuz an. Aber auch andere zentrale Gebäude des Kantons verfügen über vorbildliche Energiekonzepte. Beispiele sind etwa das wassergekühlte Siemens Hauptquartier oder der Johnson & Johnson Campus, der für sein Energiekonzept mit dem «Platinum Lead Certificate» ausgezeichnet wurde. (pd./red.)

https://www.zg.ch/

 

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