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  • Start-ups fühlen sich wohl in Zug

Start-ups mit ZUG

Auch nach dem Boom der Blockchain Start-ups, welcher Zug und die Region in den letzten Jahren charakterisiert hat, ist der Kanton Zug nach wie vor auch attraktiv für Start-ups und Jungunternehmer aus diversen Branchen. Der Grund liegt in einem politischen wie gesellschaftlichen Umfeld, das sehr früh das Potenzial einer gezielten Start-up-Förderung erkannt und entsprechend proaktiv gehandelt hat.

Insgesamt zählte der Kanton Zug 2019 34'000 Firmen mit über 80'000 Arbeitsplätzen. Allein 2019 betrug der Nettozuwachs 1'000 Unternehmen. Der Branchenmix mit mehreren wichtigen Clustern weist eine ausgewogene Balance auf zwischen hochstehenden Industriebetrieben und innovativen und wertschöpfungsstarken Dienstleistern. Die Industrie befindet sich mit 21 % aller Beschäftigten im Kanton Zug nach wie vor im Wachstum. Hier handelt es sich vor allem um Firmen aus den Bereichen High-Tech/Informatik, Medizinaltechnik/Diagnostika, Elektronik/Elektrotechnik, Pharma und Metallverarbeitung. Knapp 78 % der Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungsbereich. Als einzigartig bezüglich Grösse und Vielfalt wird die Bedeutung des Rohstoff- und Grosshandels und der Vertrieb von Markenprodukten eingestuft. Erwähnenswert sind ausserdem Firmen aus den Bereichen Finanzwirtschaft, Sportartikel/Sportmarketing und Schulen/Kaderbildung.

Zug ist für Start-ups attraktiv

Beispiel für eine gepflegte Zuger Start-up-Diversität ist das mehrfach preisgekrönte und schnell wachsende Zuger Jungunternehmen Yamo (gegründet 2016). Der Start-up stellt hundertprozentig natürlichen und biologischen Baby-Brei her. «Coworking Spaces», «Incubators» und «Accelerators» sind drei gängige Begriffe in der Start-up-Community. Coworking Spaces sind Orte, die in erster Linie Arbeitsstätten zu moderaten Preisen anbieten. Das Office LAB in Zug ist neu im «Freiruum» zuhause, welcher flexible und urbane Arbeitsplätze in einer trendigen Markthalle bietet. Weitere Coworking Arbeitsplätze findet man bei CV Labs, im BusinessPark Zug und in den neu eröffneten «Spaces» im Gartenhochhaus Aglaya (Suurstoffi) und am Grafenauweg.

Aus dem Brutkasten in den Markt

Branchenspezifische «Incubators» (Brutkasten) konzentrieren sich auf die Betreuung und Hilfe bei der Gründung des Unternehmens und bieten Arbeitsraum, Startkapital, Mentoring und Schulungen. Der CV-Labs-Inkubator zum Beispiel ist ein intensives 12-Wochen-Programm in Zug. Andere Inkubatoren in der Nähe sind das Thomsen Reuters Lab und Blockchain Propulsion. Lokal finden die Start-ups und Jungunternehmen demnach viele Möglichkeiten zur Unterstützung. Das Technologie Forum Zug (tfz) konnte letztes Jahr einen erfolgreichen ersten Anlass von «tfz Start-Up Insights» verbuchen, eine Plattform für innovative Newcomer & Experten mit Pioniergeist.
 
Ein Blick über die Kantonsgrenzen hinaus

Auch in der Grossregion Zürich-Zug-Luzern gibt es einige Anlaufstellen für Jungunternehmen und Start-Ups. Ein «Accelerator» wirkt im Grunde wie ein Beschleuniger für den Entwicklungsfortschritt eines Start-ups. Ziel ist es, ein Konzept innerhalb von nur wenigen Monaten zu einem marktreifen Produkt oder einer Dienstleistung auszuarbeiten. Die Start-up-Initiative «Zünder Accelerator» der Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Luzern, der Organisation Innovationstransfer Zentralschweiz (ITZ) sowie dem staatlichen Förderungsprojekt Regio Suisse  unterstützt jährlich auserwählte Projekte mit einer mehrmonatiger Workshop-Serie, welche von Experten und Expertinnen begleitet wird. (pd./red.)

 

 

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