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Weiterbildung bringt (auch) mehr Lohn

Eine Weiterbildung kostet zwar Zeit und Geld, aber die Investition lohnt sich. Dies zeigt eine Studie der Hochschule Luzern. Die befragten Absolventinnen und Absolventen verbesserten ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen, zwei Drittel von ihnen steigerte das Einkommen und ein Drittel wurde befördert.

Was bringt mir eine Weiterbildung? Diese Frage hat sich wohl jede und jeder Weiterbildungsinteressierte schon gestellt. Zwar gilt eine Weiterbildung heute oft als notwendiger Schritt, um beruflich weiterzukommen und seine Karrierechancen zu erhöhen. Andererseits muss aber auch Geld und Zeit – oftmals zulasten der Familie oder Freizeit – investiert werden. Deshalb haben Sheron Baumann und Imke Keimer von der Hochschule Luzern untersucht, welchen individuellen Nutzen eine Weiterbildung bringt.

Erstmals Studie

Dazu wurden rund 400 ehemalige Studierende befragt, die 2014 ein CAS-, DAS- oder MAS-Programm am Departement Wirtschaft abgeschlossen haben. Fünf Bereiche stehen im Fokus: Die berufliche sowie persönliche Entwicklung, die beruflichen Kompetenzen, die Einkommensentwicklung und die Zufriedenheit mit der Weiterbildung. Ziel ist es, daraus Schlüsse für die künftige Gestaltung der Weiterbildungen an der Hochschule Luzern zu ziehen. Bisher ist dies schweizweit die erste Studie, die den Nutzen von Fachhochschul-Weiterbildungen unter die Lupe nimmt.

Kompetenz gesteigert

«Wir stellen fest, dass die Absolventinnen und Absolventen die Weiterbildungen äusserst positiv beurteilen», sagt Sheron Baumann, die an der Studie beteiligt war. Nahezu alle empfehlen ihre Weiterbildung weiter und geben an, dass diese ihre berufliche und persönliche Entwicklung positiv unterstützt hat. Die Befragten konnten ihre Fachkompetenz erhöhen und fühlen sich besser vorbereitet auf Herausforderungen im Berufsalltag.

Beförderung und Lohnerhöhung

Mehr als ein Drittel aller Absolventinnen und Absolventen wurden seit Beginn der Weiterbildung befördert oder haben den Arbeitgeber gewechselt. Die Studie zeigt, dass sich für einen Grossteil der Teilnehmenden eine Weiterbildung auch finanziell lohnt: Über zwei Drittel der ehemaligen Studierenden steigerte das Einkommen, und zwar im Schnitt um elf Prozent. Das mittlere Einkommen der ehemaligen Weiterbildungsstudierenden beträgt CHF 126'500 (brutto) bei einem 100-Prozent-Pensum.

Mit Eigeninitiative zum Studium

Die Studie zeigt zudem, dass über 80 Prozent der Studierenden ihre Weiterbildungen aus eigener Initiative starten. Lediglich bei 4 Prozent kommt der Anstoss alleine vom Arbeitgeber, bei den übrigen ist das Studium eine gemeinsame Entscheidung.

www.hslu.ch

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