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  • Bild: HSLU

Sicher in die Ferien

Bald stehen die Sommerferien vor der Tür. Auf der Informations-Plattform «EBAS» der Hochschule Luzern finden Reiselustige Tipps für den Schutz ihrer Mobilgeräte und der darauf gespeicherten Daten.

Mit dem Abklingen der Corona-Pandemie nimmt auch die Reisefreudigkeit der Schweizerinnen und Schweizer wieder zu; viele zieht es dabei ins Ausland. Ganz selbstverständlich mit im Gepäck: Smartphone und Tablet. «Mit dem Telefon kann ich Ferienfotos schiessen, in fremden Städten navigieren oder eine dringende Zahlung notfalls vom Ausland aus tätigen», sagt Oliver Hirschi, Leiter der Informations-Plattform «eBanking – aber sicher!» (EBAS) der Hochschule Luzern. Das sei praktisch, berge aber auch Risiken in punkto Datensicherheit, die vielen Reisenden nicht bewusst seien.

«Kriminelle müssen Handys nicht stehlen, um Schaden anzurichten»
Um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen, startet EBAS daher heute eine Sicherheitskampagne, die Reisenden nützliche Informationen zum Schutz ihrer mobilen Geräte und der darauf gespeicherten Daten bietet. «Der klassische Handy-Diebstahl bleibt natürlich weiterhin eine Gefahr», erläutert der Cybersicherheits-Experte der HSLU. «Allerdings müssen Kriminelle das Gerät nicht stehlen, um Schaden anzurichten; sie können es auch über schlecht gesicherte öffentliche WiFi-Netze – beispielsweise in der Strandbar oder in der U-Bahn – hacken.»

Zahlen zu Smartphones und Tablets, die auf Auslandsreisen gestohlenen oder gehackt wurden, werden laut Hirschi nicht erhoben. Angesichts der rasanten weltweiten Zunahme von Cyberangriffen im Zuge der Corona-Pandemie empfehle es sich jedoch, diesbezüglich auch in den Ferien wachsam zu bleiben:
«Gelegenheit macht Diebe. Das gilt für unbeaufsichtigt herumliegende Handys ebenso wie für schlecht geschützte mobile Geräte.»

Vier einfach umzusetzende Sicherheits-Tipps

Backup erstellen: Ihr Gerät könnte Ihnen in den Ferien abhandenkommen oder Schaden nehmen. Sichern Sie Ihre Daten vorsichtshalber, bevor Sie verreisen.

Nur mit vertrauenswürdigen und verschlüsselten WLAN verbinden: Verbinden Sie Ihr Gerät unterwegs nur mit vertrauenswürdigen und verschlüsselten Netzwerken. Meist ist das WLAN Ihres Hotels eine gute Wahl. Öffentliche «Free Wi-Fi»-Netze sind dagegen oft unsicher und sollten gemieden werden.

Nur mit dem eigenen Gerät Banking machen: Fremde oder öffentlich zugängliche Geräte wie etwa der Computer in der Hotel-Lobby sind oft schlecht geschützt und nicht auf dem neusten Stand. Sensible Geschäfte wie E-Banking oder andere Finanztransaktionen sollten Sie nur mit Ihrem eigenen Gerät machen.

Darauf achten, dass Ihnen niemand über die Schulter schaut: Gerade unterwegs ist die Gefahr gross, dass Neugierige Sie beim E-Banking beobachten, um zum Beispiel Ihr Passwort auszuspähen. Lassen Sie sich nicht über die Schulter blicken. (pd.)

Weitere Tipps zur sicheren Verwendung mobiler Geräte auf Reisen finden sich hier: ebas.ch/holidaycheck

www.hslu.ch/de-ch/informatik

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