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Fokus

Recycling von Bauschutt fördern

Das Bauwesen verbraucht weltweit 60 Prozent sämtlicher Materialien und erzeugt 50 Prozent des Abfalls. «Das Recycling von Aushubmaterial und von Bauschutt sollte deshalb stärker gefördert werden», sagt Patrick Düring, CEO der Düring AG Ebikon.

In der Zentralschweiz steigt die Zahl der Firmen, die Bauschutt und Aushubmaterial aufbereiten und wiederverwerten. Zu diesen Recycling-Unternehmen gehört die Düring AG Ebikon. «Mit der anhaltenden Bautätigkeit ist der Bedarf an Beton und damit auch des Rohstoffes Kies gross. Der ist jedoch nicht in unbegrenzten Mengen vorhanden», erklärt Patrick Düring, CEO des Unternehmens. «Es ist deshalb schon rein ökonomisch wichtig, mehr Bauschutt der Wiederverwertung zuzuführen. Die ökologischen Vorteile sind sowieso unbestritten.» Die Düring AG Ebikon plant deshalb, eine neues Recycling-Werk zu bauen.

In Ebikon besitzt das Unternehmen bereits heute eine Anlage für die Sortierung von Bausperrgut. In einer weiteren Anlage wird Bauschutt aufbereitet. Aus sauberen gebrauchten Ziegeln wird ein Dachgartengranulat hergestellt. Ebenfalls verarbeitet wird Betonabbruch. In einer Brecheranlage wird er zerkleinert. Das Granulat, das dabei entsteht, eignet sich hervorragend für den Unterbau von Strassen und den Einsatz bei Installationsplätzen. Es kann auch bestimmten Betonsorten beigemischt werden. Wiederverwertet wird zudem gemischtes Abbruchmaterial von Backsteinen, Tonwaren, Beton, Ziegeln und Kalksandsteinen.

Vorstoss im Kantonsrat

Patrick Düring freut sich, dass auch die Politik die Bedeutung des Anliegens erkannt hat. So hat der Luzerner Kantonsrat Markus Hess (GLP, Nottwil) kürzlich einen parlamentarischen Vorstoss eingereicht, der vom Kanton eine Recycling-Strategie verlangt. «Ein konsequent angewandtes Baustoff-Recycling kann mithelfen, den Bedarf an Deponien zu reduzieren», schreibt er in seinem Postulat. Offensichtlich findet er mit seinem Begehren dort offene Ohren. Die Förderung von wiederverwertetem Material sei ganz in ihrem Sinn, erklärt die Regierung in ihrem Antwortschreiben. Eine Strategie könne mit verhältnismässig geringem Aufwand erarbeitet werden. Die Luzerner Regierung beantragt die Erheblich-Erklärung des Postulats. Patrick Düring ist überzeugt, dass die öffentliche Hand in dieser Frage eine Vorbildrolle hat. «

www.duering.ch

www.hessdevelopment.ch

 

 

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