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Neues Kompetenzzentrum für Pannen- und Unfallhilfe

Emmenbrücke. Die «Autohilfe Zentralschweiz AG», die grösste Dienstleisterin für die Pannen- und Unfallbergung der Zentralschweiz, eröffnet in Emmenbrücke ein neues Kompetenzzentrum. Rund elf Millionen Franken hat die Hammer Auto Center AG in das schweizweit einzigartige, topmoderne Zentrum ihrer Tochterfirma «Autohilfe Zentralschweiz AG» investiert.

Der Verkehr auf den Strassen wird immer dichter und hektischer. Staus und Unfälle häufen sich. Schon kleinste Störungen wirken sich heute massiv auf den Verkehrsfluss aus. Eine professionelle und schnelle Beseitigung der Pannen- und Unfallfahrzeuge auf den Autobahnen und Nationalstrassen hat deshalb für Blaulichtorganisationen Priorität. Hinzu kommen neue Gefahrenquellen durch Elektroautos. Ihre Batterien können in Brand geraten oder gar explodieren. Auch dies stellt neue Anforderungen an die Pannen- und Unfallhilfe. Das neue Kompetenzzentrum in Emmenbrücke ist dafür bestens gerüstet.

Weltneuheit für E-Fahrzeuge

Weltweit einmalig ist im Kompetenzzentrum die neue Anlage für Elektroautos. E-Fahrzeuge können bei einem Unfall nämlich zu einer Gefahr werden, auch noch Stunden nach dem eigentlichen Ereignis. Durch eine verzögerte chemische Reaktion können die Lithium-Ionen Batterien zu brennen beginnen. Darum werden havarierte E-Fahrzeuge für ein paar Tage in umgebaute Seecontainer gestellt, die mit einem automatischen Löschsystem ausgestattet sind. «Die Idee für dieses System stammt aus der Luftfracht, ist aber für die Anwendung bei Autos eine Weltneuheit», sagt Hanspeter Muff, Geschäftsleiter Autohilfe Zentralschweiz AG.

Elektronische Schadendossiers

Ebenfalls eine Neuheit in der Schweiz ist eine Anlage, mit der Unfallschäden schnell und umfassend dokumentiert werden können. Auf einer drehenden Plattform wird das beschädigte Fahrzeug rundum fotografiert. Innert Minuten kann so ein komplettes Schadendossier elektronisch erstellt und an die zuständige Versicherung übermittelt werden. «Das ist ein höchst effizientes Mittel, weil der Schadenexperte einer Versicherung jetzt viel seltener persönlich vor Ort anwesend sein muss», erklärt Hanspeter Muff. «Die Digitalisierung hält auch in diesem Bereich Einzug.»

Weitere Spezialitäten des Kompetenzzentrums sind die eigene Werkstatt für Notreparaturen, ein Sicherstellungsraum für das Wegsperren von Fahrzeugen zu Handen der polizeilichen Organe, das Büro der Firma Zentrex, eines externen Sachverständigen für Fahrzeuggutachten, sowie Schlaf- und Aufenthaltsräume für Mitarbeitende.

Rund um die Uhr im Einsatz

«Wir werden mit immer anspruchsvolleren Aufgaben konfrontiert», nennt Jürg Hammer, Geschäftsleitungsmitglied der Autohilfe Zentralschweiz AG, als Grund für den Bau des neuen Kompetenzzentrums mit 3‘200 Quadratmetern Nutzfläche. «20 Einsatzfahrzeuge stehen an unserem Standort in Emmenbrücke Tag und Nacht bereit, um Auto- und Lastwagenfahrern rasche Hilfe zu leisten und zwar für Kleinwagen bis zum grössten 40-Tönner. Über 30 Mal stehen wir mit unseren 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern täglich im Einsatz. 365 Tage im Jahr. 24 Stunden pro Tag. Wir arbeiten sehr eng mit der Polizei, der Feuerwehr und anderen Blaulichtorganisationen zusammen und sind verantwortlich für die Gebiete Luzern, Zug und Nidwalden. Ich bin erfreut, dass wir jetzt den Nutzen für unsere Kunden noch weiter steigern können.»

Tag der offenen Tür

Das neue Kompetenzzentrum der Autohilfe Zentralschweiz kann am Samstag, 3. März 2018, zwischen 10 Uhr und 16 Uhr besichtigt werden. Zu sehen sind natürlich alle neuen technischen Einrichtungen sowie die beeindruckende Flotte für die Pannen- und Unfallhilfe, den Fahrzeugtransport sowie den Abschleppdienst. (pf.)

www.autonotruf.ch

 

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