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NELU - Oder die Verbindung von Ökologie und Ökonomie

Die Unternehmerinitiative Neue Energie Luzern (NELU), 2013 als Verein gegründet, hat ein klares Ziel: Sie setzt sich für eine fortschrittliche Klima- und Energiepolitik ein. Dazu gehört auch die (logische) Verbindung von Ökologie und Ökonomie. Mit der erfolgreichen Kampagne für das Luzerner Energiegesetz, welches seit Januar 2019 in Kraft ist oder mit der Lancierung des zeitlich befristeten Projekts «Cleantech Solutions» hat die Unternehmerinitiative Akzent gesetzt. Der ehrenamtlich tätige Verein, der sich politisch in Zukunft noch mehr einbringen will, zählt aktuell 75 Firmenmitglieder und könnte ein Vorbild für andere Regionen sein.

Das Ziel der Unternehmerinitiative Neue Energie Luzern ist aktueller denn je: Firmen organisieren sich, um gemeinsam Energiepolitik mitzugestalten. Eine Energiepolitik notabene, die denn auch umsetzbar ist - und damit Bestand hat. Allein schon der postulierte Wille, in Sachen Klima-und Energiepolitik weitere Nägel mit Köpfen zu machen und dabei Ökologie und Ökonomie zu verbinden, ist ein gutes Signal. Denn es ist schon so: die Wirtschaft kann über Innovationen zielführend Klimaschutz betreiben- auch im Kleinen. Aufgabe der Politik ist es, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu gestalten. Wenn nun die NELU präzis da ansetzt und die Gedanken und Lösungen ihrer Mitglieder einbringt, dann sind das Werte, die man gut und gerne als «Every day for future» bezeichnen könnte und mit gutem Beispiel voran gehen.

«Cleantech Solutions» als Testprojekt

Erfahrungen konnte die NELU mit dem zeitlich befristeten Projekt «Cleantech Solutions» sammeln. Als neutraler Sparringpartner prüfte «Cleantech Solutions» Produkt-, Dienstleistungs- und Projektideen. Dazu gehören etwa Fragen wie technologische Machbarkeit, gesetzliche Konformität oder Marktpotenzial eines neuen Produktes. «Bei Cleantech Solutions hat es sich um ein befristetes Projekt gehandelt, das uns viele Erkenntnisse gebracht hat. Daran möchten wir anknüpfen,» sagt NELU-Präsident Raymond Studer, der gleichzeitig auf die unlängst stattgefundene Klima-Sondersession im Luzerner Parlament hinweist. «Bei der Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen wollen wir dabei sein und aktiv mitmachen. Dazu gehört, dass wir unsere Parlamentariergruppe auch mit dem neu gewählten Kantonsrat weiterziehen werden.» Die Unternehmerinitiative nimmt sich also in die Pflicht und will sich dabei vor allem auch über die Parteigrenzen hinaus eingeben. Für Raymond Studer eine klare Sache:« Wir sind mit anderen Verbänden und Organisationen dabei, eine überparteiliche Gruppe zum Thema Klima aufzubauen, die mit uns und mit viel Energie Lösungen gegen den Klimawandel entwickelt. Wir benötigen Lösungen und keine ideologischen Schützengräben, dafür stehen wir als Unternehmer ein.» (jo.)

 https://neluzern.ch/

 

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