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Mieten statt kaufen

Schnee, Sonne, perfekte Pisten. Immer mehr Schneesportler geniessen solche Tage mit gemieteten Sportgeräten. Das Mietbusiness boomt in den Wintersportorten. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Skier zu mieten: tageweise oder für die ganze Saison. Deutlich zugenommen hat die Zunahme der kurzfristigen Mieten.

Skifahren zählt immer noch zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Doch das carven auf einer frisch präparierten Piste ist nicht ganz billig. Ski, Bindung, Schuhe und Stöcke bilden die Grundausrüstung. Hinzu kommen die Skipässe. Die Mobilität der heutigen Schneesportgenerationen ist zudem nicht gerade förderlich für den Absatzmarkt der einzelnen Produkte. Und wer doch nicht auf den Schneespass verzichten will, der mietet schon mal seine Ausrüstung. Was bei Kindern im Wachstum schon längst zur Tagesordnung gehört, dass man Kinderski für einen Winter mietet, wird auch von Erwachsenen immer mehr praktiziert. «Mieten statt kaufen ist in», weiss Marcel Lüthi, Centerleiter von Stöckli Outdoor Sports in Engelberg. Je 300 Paar Miet-Ski für Kinder und Erwachsene stehen alleine im Stöckli-Center in Engelberg für die neue Wintersaison bereit. 

Kurzfristige Anfragen

Hatten die Schneesportler vor wenigen Jahren noch ihre Skitage im Voraus geplant, so hat sich dieses Verhalten laut Marcel Lüthi grundlegend geändert. «Die Mietanfragen treffen immer kurzfristiger bei uns. Kündet der Wetterbericht am Freitag traumhafte Schneetage an, geht die Nachfrage nach Mietmaterial sprunghaft in die Höhe.» Dies bekommt man bei Stöckli auch auf der im letzten Jahr in Engelberg getesteten Online-Mietplattform getmyski.com zu spüren, auf der man in diesem Winter neu die Skis in gleich 15 Wintersportstationen buchen kann. Gemäss Marcel Lüthi gibt es zwei Kundensegmente. «Die einen wollen möglichst schnell und günstig auf die Pisten und bei den anderen handelt es sich um qualitätsbewusste Skifahrer, die mit einem guten Gerät unter den Füssen den Tag geniessen wollen.» Und noch ein Trend hat Marcel Lüthi bei den Mietern festgestellt: «Sie haben sich vorher im Internet informiert und wissen genau, was sie wollen.»

Mehr Abwechslung

Während einheimische Kunden und Kinder ihre Schneesportgeräte eher für den ganzen Winter mieten, frequentieren Feriengäste die Mietcentren vor Ort eher tageweise. Man geht heute davon aus, dass rund ein Drittel der Schweizer mit gemieteten Skiern unterwegs sind. Bei Kindern und Gästen aus dem Ausland ist dieser Anteil um einiges höher. Der Vorteil für die Mieter liegt auf der Hand. «Die Sportgeräte sind alle gut gepflegt und gewartet und sind technisch auf dem neusten Stand», lautet das Argument von Marcel Lüthi für die Miete.  Hinzu kommt, dass Gelegenheits-Schneesportler ihre Ausrüstung nicht in die Berge schleppen müssen und sie haben mehr Abwechslung. Heute mit dem Carving-Ski unterwegs, morgen Langlaufen und übermorgen Snowboarden oder auf eine Skitour gehen. Das Mietbusiness auf jeden Fall boomt weiter. Denn die Rechnung ist schnell gemacht: wer nicht mehr als zwei Wochen im Jahr Ski fährt, kommt mit geliehenem Material günstiger davon und kann erst noch mit Top-Material den Schneetag geniessen. (bc.)

www.getmyski.com

www.stoeckli.ch

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