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Fokus

  • Hohe touristische Wertschöpfung hält die Taube auf dem Dach - vor Corona jedenfalls. Foto jo.

Lebensnerv Tourismus

Eine aktuelle Studie unterstreicht die Bedeutung des Tourismus für die Luzerner Volkswirtschaft: 2019 betrug die direkte touristische Wertschöpfung 1'037 Millionen Franken. Die Branche generierte dabei 10’525 Arbeitsplätze. Der gesamte ökonomische Fussabdruck, vom Wirtschaftsinstitut BAK Economics ermittelt, ergab eine Wertschöpfung von 1'324 Millionen Franken und rund 12'500 Arbeitsplätze. Allein. Die Zahlen stammen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie.

Die Luzern Tourismus AG (LTAG), die Stadt und der Kanton Luzern wollten es wissen und das Wirtschaftsinstitut BAK Economics hat geliefert. Ja. Luzern profitiert immens vom (internationalen) Tourismus. Die Wertschöpfungsstudie basiert auf Zahlen des Jahres 2019, d.h. auf die Situation vor der Covid-19-Krise, gibt aber auch Einblicke ins Jahr 2020 mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Branche. Die Resultate können als Teil der aktuellen Informations- und Entscheidungsgrundlagen dienen und stehen für wirtschafts- und touris- muspolitische Entscheidungen sowie zur Beurteilung von künftigen Entwicklungen und Herausforderungen zur Verfügung.

Hotspot Stadt Luzern 

Gemäss Michael Grass, Mitglied der Geschäftsleitung von BAK Economics, wurde im Kanton Luzern durch den Tourismus eine direkte Bruttowertschöpfung von 1'037 Millionen Franken erzielt. Generiert wurden 12'500 Arbeitsplätze. Etwas mehr als zwei Drittel der Wertschöpfung, rund 722 Millionen Franken, fallen auf die Stadt Luzern. Insbesondere in der Stadt Luzern ist die Branche eine wichtige Arbeitgeberin: Fast jeder achte Arbeitsplatz hängt vom Tourismus ab. Entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette im Kanton profitieren neben den Tourismusbetrieben auch zahlreiche weitere Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen: Regionale Unternehmen sind einerseits als Zulieferer in touristische Wertschöpfungsketten eingebunden – zum Beispiel muss ein Hotel mit Energie ver- sorgt werden oder eine Sicherheitsfirma zählt ein Museum zu seinen Kunden. Andererseits werden über die Löhne der Mitarbeitenden in touristischen Betrieben private Konsumausgaben finanziert. Aus diesem ökonomischen Fussabdruck resultieren eine Gesamtwertschöpfung von 1.324 Millionen Franken und 12'500 Arbeitsplätze. Damit generiert der Tourismus gesamthaft einen Anteil von 4.4 Prozent der Wirtschaftsleistung und sichert rund 6.4 Prozent der kantonalen Arbeitsplätze.

Verbindendes Element von Stadt und Land

«Für den Kanton Luzern ist der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Um weiterhin für optimale Rahmenbedingungen zu sorgen, entwickeln wir aktuell in enger Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Tourismusbranche ein neues Tourismusleitbild. Die Ergebnisse der Wertschöpfungsstudie werden in den Prozess einfliessen», lässt Regierungsrat Fabian Peter die Medien wissen und betont: «Mit dem neuen Tourismusleitbild schaffen wir die Grundlagen, damit wir gemeinsam auch in Zukunft auf eine starke Tourismuswirtschaft zählen können. Zusammen mit unseren Partnern möchten wir die Chance nutzen, den Tourismus neu zu denken und ihn so nachhaltiger und innovativer zu machen.».

Franziska Bitzi Staub, die Luzerner Stadträtin und Finanzdirektorin, macht auf weitere Einflüsse aufmerksam, die über die wirtschaftliche Bedeutung hinaus gehen: «Der Tourismus kann in Luzern nicht allein auf die volkswirtschaftliche Bedeutung reduziert werden. Zusätzlich unterstützt er die Vielfalt bei Infrastruktur und Angeboten, stiftet Identität und bereichert den Austausch zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Gästen aus nah und fern.» Martin Bütikofer, Verwaltungsratspräsident der LTAG, wiederum weist darauf hin, dass der ökonomische Fussabdruck  und damit auch die gesellschaftliche Bedeutung der Branche in den letzten Jahren stetig zugenommen hat: «Nicht zu vergessen sind auch die nicht messbaren positiven Effekte des Tourismus, die zum Beispiel in Form von kulturellen Angeboten, einer vielfältigen Gastronomie und attraktiven Ausflugszielen den Alltag der Bevölkerung bereichern.» (pd./red.)

www.luzern.com/

Hier die Die BAK-Studie

Hier der ökonomische Fussabdruck

 

 

 

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