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  • Foto: Zuger Wirtschaftskammer

Klimabilanz der Zuger Wirtschaft

Weitere Ergebnisse der von der Zuger Wirtschaftskammer in Auftrag gegeben Studie «Green Check Zug✔» zeigen: Die Wirtschaft ist für fast die Hälfte der Verkehrsemissionen im Kanton Zug verantwortlich. Mögliche Lösungen sind die Reduktion des motorisierten Pendlerverkehrs und alternative Antriebe wie beispielsweise Elektrofahrzeuge.

Bereits anfangs Juli hat die Zuger Wirtschaftskammer (ZWK) aufgezeigt: Der Verkehr und die Heizungen sind die Hauptverursacher des CO2-Ausstosses der Zuger Wirtschaft, die insgesamt für knapp die Hälfte aller Emissionen im Kanton verantwortlich zeichnet. Die Erkenntnisse stammen aus der Studie «Green Check Zug✔», die zusammen mit dem auf Energie spezialisierten Institut WERZ/Ostschweizer Fachhochschule erstellt wird.

Nun haben die Studienautoren den Verkehr, der 38 Prozent der Emissionen ausmacht, genauer untersucht. Dabei zeigt sich: 47 Prozent der totalen Verkehrsemissionen im Kanton Zug gehen auf das Konto der Wirtschaft. Ins Gewicht fallen dabei vor allem der motorisierte Individualverkehr der Pendler (30 Prozent) sowie der Güterverkehr auf der Strasse (15 Prozent)

Wie schon im ersten Teil der Studie wurde in einer Szenarienanalyse errechnet, wie hoch das Reduktionspotential bestimmter Massnahmen ist. Dabei stellte sich für den Verkehr heraus: Geht die Zuger Wirtschaft das Thema extrem offensiv an, lassen sich die CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren. Dabei werden die Emissionen der fossilen Treibstoffe mit zwei Massnahmen angegangen: Der motorisierte Pendlerverkehr muss einerseits reduziert werden (Home office, Umstieg auf öffentlichen Verkehr); andererseits müssen die Unternehmen ihre Fahrzeugflotten auf alternative Antriebe wie Elektrofahrzeuge umstellen.

Noch weit weg vom Ziel der Klimaneutralität

Für Andreas Umbach, Präsident der Zuger Wirtschaftskammer, ist klar, dass die Unternehmen einen gewaltigen Effort leisten müssen – verbunden mit den entsprechenden finanziellen Investitionen: «Green Check Zug✔ zeigt, wie viel Anstrengung seitens Wirtschaft nötig ist, um dem Ziel der Klimaneutralität nur ansatzweise näherzukommen. Im Bereich Elektromobilität sehe ich aber ein grosses Potential, das rasch genutzt werden kann – nicht nur von den privaten Unternehmen, sondern auch von den öffentlichen Verkehrsbetrieben».
«Elektrische Fahrzeuge sind für die Reduktion der Treibhausgasemissionen im Verkehr unumgänglich», sagt auch Studienautorin und Projektleiterin Davita Steinemann vom WERZ. Wenn die Zuger Wirtschaft visionär agiere im Bereich Verkehr und ebenso im zweiten wichtigen Bereich, der Wärmeerzeugung, könnten die Emissionen aber mit den gezeigten Massnahmen um fast die Hälfte reduziert werden.

Die Zuger Wirtschaftskammer

Die Zuger Wirtschaftskammer ist die unabhängige, aktive Vertretung der Zuger Wirtschaft. Als führender Wirtschaftsverband des Kantons und Stimme der Wirtschaft engagiert sie sich für attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen. Bei all ihrem Wirken steht die Interessenvertretung für eine starke Zuger Wirtschaft im Mittelpunkt. Die Zuger Wirtschaftskammer zählt 420 Mitglieder aus den Sektoren Industrie und Dienstleistung mit über 20'000 Arbeitsplätzen. Vom hoch spezialisierten Einmannbetrieb mit lokalem Fokus bis zum international tätigen Konzern finden sich Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Grössen in der Zuger Wirtschaftskammer. Diese Vielfalt bildet sich auch in der Zusammensetzung des zwölfköpfigen Vorstandes ab.
Die Zuger Wirtschaftskammer entstand 2006 aus der Fusion des Zuger Industrie-Verbands (*1918), des Zuger Handels- und Dienstleistungsverbands HDV (*1984) und der Interessengemeinschaft Wirtschaft Zug (*1998). (pd.)

www.zwk.ch

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