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Innovationen: Stadt Zug weist den Weg

Die Schweiz muss im digitalen Innovationswettbewerb besser werden, um in der internationalen Spitzengruppe zu bleiben. Das zeigt der Innovationsreport, der unlängst an der vierten öffentlichen Tagung der Fondation CH2048 in Zug erstmals präsentiert wurde. Die Stadt Zug wiederum zeigt, wie es gemacht werden muss.

Die 2014 gegründete Fondation CH2048, die sich als Allianz für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz versteht, hat anlässlich ihrer vierten öffentlichen Tagung in Zug ihren ersten Innovationsreport präsentiert und zur Diskussion gestellt. Beim an der Bruttowertschöpfung pro Arbeitsstunde (Produktivität) gemessenen Innovationserfolg sowie beim Wachstum der Arbeitsplätze in den letzten zehn Jahren figuriert die Schweiz in ihren stark exportorientierten Branchen Pharma, Finanz, ICT und MEM (Maschinen, Elektro- und Metallindustrie) immer in der Spitzengruppe der sechs oder sieben besten Konkurrenzstandorte in Europa, Amerika und Asien, aber nie auf dem ersten Platz. Diese Schlüsselbranchen spielen für den Wohlstand der Schweiz eine zentrale Rolle.

Bei den allgemeinen Innovationsfaktoren, die den künftigen Innovationserfolg wesentlich beeinflussen, belegt die Schweiz mehrheitlich den ersten Platz. Dies gilt für die Besteuerung, die Arbeitsmarktregulierung, die Qualität der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur, die Lebensqualität sowie die Qualität der Berufsbildung.

Stadt Zug als Wegbereiterin

Der Innovationsreport zeigt auch, dass die Schweiz im Bereich Fintech (34 Prozent aller Weltklassepatente) den zweiten Platz belegt. Führend ist dabei die Stadt Zug, die sich früh als Bitcoin-Pionierin positioniert hat. So akzeptieren die Zuger Behörden Bitcoins. Beispielsweise für Gebühren auf der Einwohnerkontrolle oder beim Handelsregister – allerdings nur bis zu 200 Franken.

«Crypto Valley» weist Weg in die Zukunft

Zug nennt sich selbst das «Crypto Valley» – ein Silicon Valley für Kryptowährungen. Diese Positionierung soll weiter ausgebaut werden. Stadtpräsident Dolfi Müller betonte in seinem Kurzreferat anlässlich der Informationsveranstaltung der Fondation CH2048 denn auch: «Die strategische Weiterentwicklung des bestehenden Fintech/Bitcoin-Clusters und die damit verbundene Positionierung von Zug als Standort für Pioniere wird konsequent vorangetrieben». Das erklärte Ziel sei die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Geplant ist u.a. ein neues Zentrum für Start-ups aus dem Krypto-Bereich. Ausserdem hilft dieses «Crypto Lab» jungen Unternehmen, Investoren zu finden.
Rund 100 Firmen aus dem Krypto-Bereich sollen deswegen nach Zug kommen. Die Behörden unterstützen die Pläne mit guten Rahmenbedingungen. (jo.)

 www.ch2048.ch

 

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