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EWO gewinnt Zurich Klimapreis Transport & Mobilität

Mit ihrem Projekt «Flächendeckendes Elektrotrankstellennetz» haben das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) und die Zentralbahn (ZB) den Zurich Klimapreis in der Kategorie «Transport & Mobilität» gewonnen. Elf weitere Projekte aus der Zentralschweiz erhielten ein Anerkennungszertifikat.

Zum dritten Mal vergab die Zürich Versicherung am 8. November 2016 den Zurich Klimapreis. Roland Betschart, Verantwortlicher Zurich Klimapreis, zeigt sich erfreut über die Qualität und Breite der eingereichten Projekte: «Es ist faszinierend, welch unterschiedliche Projekte auch in diesem Jahr an uns herangetragen wurden. Jedes Projekt leistet auf seine Art einen Beitrag zum Klimaschutz und motiviert andere, sich zu engagieren.» Total wurden 97 Projekte eingereicht und zur Jurierung zugelassen, darunter 12 aus der Zentralschweiz. Die Promotion für die Ausschreibung wurde für die Zentralschweiz vom Wirtschaftsportal ROI Online in Zusammenarbeit mit der Firma BE Netz, Ebikon, unterstützt.

EWO und Zentralbahn holen den Kategorienpreis «Transport und Mobilität»

Weg frei für die Elektromobilität

Im Umkreis von jeweils 15 Kilometern steht in Obwalden eine Elektrotankstelle, damit hat der Kanton eines der dichtesten Netze der Schweiz. Diese Pionierleistung des Elektrizitätswerks Obwalden (EWO) in Zusammenarbeit mit der Zentralbahn (ZB) wurde mit dem Gewinn des Zurich Klimapreises in der Kategorie «Transport & Mobilität» ausgezeichnet. Nebst dem systematischen Aufbau des Netzes lobt die Jury die Beratungsleistungen für Autohändler und Kunden in Sachen Elektromobilität und Ladestationen. Damit setzt das EWO ein wichtiges Zeichen, ist Thomas Baumgartner, Vorsitzender der Geschäftsleitung überzeugt: «Unsere Ladestationen finden Anklang und wir können einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten.» Denn der «EWO NaturStrom», mit dem die Fahrzeuge unentgeltlich geladen werden, entsteht aus lokaler, CO2-freier Wasserkraft. «Das Projekt soll den Umstieg von herkömmlichen Autos auf Elektroautos durch die Verfügbarkeit von Tankstellen erhöhen und die Akzeptanz von E-Mobilität fördern.» Dieser Meinung schliesst sich die Jury an, die sich vom Projekt eine hohe Ausstrahlungskraft auf andere Energieversorger erhofft.

Rege Zentralschweizer Beteiligung

Nebst dem EWO haben elf weitere Parteien aus der Zentralschweiz Projekte eingereicht. «Die rege Beteiligung aus der Zentralschweiz hat mich sehr gefreut. Alle Projekte erhielten einen Anerkennungsurkunde für Ihr Engagement», so Roland Betschart. Mit auf der Shortlist, und damit knapp am Podest vorbei gerutscht, ist das Projekt «Stadtbauernhof» der Stiftung Kultur- und Lebensraum Musegg. Der Stadtbauernhof Hinter Musegg liegt mitten in der Stadt Luzern oberhalb der Altstadt. Überzeugt hat die Jury das umfassende Sanierungskonzept. Mit Bio-Landwirtschaft, Hofbeiz und Hofladen ist der Hof ein sozioökologisches Vorzeigeprojekt, in dem Nachhaltigkeit nicht nur diskutiert, sondern erlebbar gemacht wird. Dank der Sanierung konnte der Endenergiebedarf um 76% reduziert werden.

Weitere Projekte aus der Zentralschweiz waren unter anderem 100 % palmölfreie Seifen der Good Soaps AG, Luzern oder das Projekt Voltcontrol der Centralschweizerische Kraftwerke AG in Emmen.

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