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Fokus

Musik spielt auch in der Wertschöpfung

Vom 17. August bis 16. September 2018 findet das Sommer-Festival als Kernteil des Lucerne Festivals statt. Einmal mehr ist musikalischer Hochgenuss angesagt. Allein – auch aus volkswirtschaftlicher Sicht spielt das Lucerne Festival die erste Geige: 22,6 Millionen Franken beträgt der jährliche Mehrwert für die Region. Der Kartenverkauf für das Sommer-Festival ist bereits in vollem Gange.

Sol Gabetta, Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Ricardo Chailly, Lang Lang oder Valery Gergiev, um einige Namen zu nennen, sind dieses Jahr am Sommer-Festival des Lucerne Festivals im Luzerner KKL zu Gast. Was 1938 mit Arturo Toscanini begann, hat sich in den vergangenen 80 Jahren zu einem international renommierten Festival entwickelt. Von Luzern ist dieser Top-Event der Musik nicht mehr wegzudenken. Zwei Faktoren haben dazu beigetragen: einerseits wurde das Festival durch den initiativen Intendanten Michael Haefliger laufend ausgebaut. Neben dem Sommerfestival locken das Lucerne Festival zu Ostern und das Piano Festival im November Interessierte aus allen Ecken der Welt in die Leuchtenstadt. Andererseits ist das Festival tief in der Bevölkerung verankert. Die Luzernerinnen und Luzerner wissen, dass mit «ihrem» Festival der Markenkern der Tourismusdestination Luzern über eine internationale Medienpräsenz stark optimiert wird. So nach dem Motto: Klasse statt Masse!

22,6 Millionen Franken Mehrwert

Wie eine Studie der Universität St. Gallen aus dem Jahr 2015 belegt, ist das Lucerne Festival für die Wirtschaft und öffentliche Hand von Stadt und Kanton Luzern sehr attraktiv. Auf jährlich 22,6 Millionen Franken beläuft sich der volkswirtschaftliche Mehrwert, den das Lucerne Festival in seiner Gesamtheit generiert. Davon entfallen 21,4 Millionen auf Konsumausgaben, die der Luzerner Wirtschaft zugutekommen. 1,2 Millionen Franken sind Steuerabgaben an die öffentliche Hand.

Festival-Besucher und Sponsoren als Treiber

Stark zur Wertschöpfung tragen die rund 100‘000 Besucher bei, die alljährlich eines der drei Festivals besuchen, insbesondere das weltberühmte Sommer-Festival. Deren Konsumausgaben belaufend sich auf rund 11 Millionen Franken. Weitere knapp 8 Millionen Franken fliessen von den Sponsoren in die lokale Volkswirtschaft.

Zuzüglich der von der Festival-Organisation direkt investierten 1.3 Millionen Franken und den lokal getätigten Aufwendungen von 2 Millionen Franken für die Betreuung der Künstler, beläuft sich somit der direkte Mehrwert (ohne Medien-Werbeeffekt) für die gesamte Luzerner Volkswirtschaft auf jährlich gegen 23 Millionen Franken. Der Medieneffekt wiederum wird mit rund 1,1 Millionen Franken beziffert.

Bescheiden machen sich die Subventionen durch die öffentliche Hand aus. Es sind 1,4 Millionen Franken. Ein kleiner Betrag, wenn man das mit anderen Institutionen vergleicht. Es zeigt sich, dass es die Verantwortlichen des Lucerne Festivals verstehen, einerseits die Wirtschaft einzubinden, andererseits die Programmgestaltung kreativ und stringent auf die Zielgruppen auszurichten. Dabei gelingt es ihnen, durch eine präzise Öffentlichkeitsarbeit neue Kreise zu erschliessen. Von Eliten ist da seit langem keine Rede mehr!

(jo.)

www.lucernefestival.ch

 

 

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