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«Das Geld bleibt hier»

Inwil. Wer ja sagt zur neuen Energiestrategie, über die am 21. Mai 2017 abgestimmt wird, sorgt dafür, dass die Technologien der Zukunft in der Schweiz vorangetrieben werden und die Wertschöpfung hier bleibt. Dies sagt ein Luzerner Komitee, das für ein Ja wirbt.

«Ja zu einheimischer Energie: Geld bleibt hier»: So lautet der Slogan der Befürworter der neuen Energiestrategie 2050. Ein Luzerner Komitee hat am Dienstag, 11. April 2017, in Inwil dafür plädiert, den Innovationsstandort Schweiz zu stärken und in der Region Arbeitsplätze zu schaffen. Das Komitee setzt sich zusammen aus Vertretern von Politik und Wirtschaft. Der Unternehmer und FDP-Nationalrat Peter Schilliger ist überzeugt: «Das neue Gesetz setzt nicht auf dogmatische Verbote, sondern auf Energieeffizienz, eine zeitlich befristete Förderung erneuerbarer Energien und auf die energetische Sanierung des bestehenden Gebäudeparks.»

Innovationsstandort Schweiz

Marius Fischer, Mitglied der Geschäftsleitung der BE Netz AG in Ebikon, sieht in der Energiestrategie eine grosse Chance für das Gewerbe und die Wirtschaft. Die Schweiz habe schon zahlreiche Leuchtturmprojekte verwirklicht, meinte er. «Mit der Reformation des schweizerischen Energiesystems entstehen auf dem Marktplatz Schweiz viele neue Geschäftsfelder. Die Schweiz als Innovationsnation kann im Energie- und Effizienzbereich neue Lösungen entwickeln, die den Umbau von einer zentralen zu einer dezentralen Energieversorgung unterstützen. Das erlaubt es der rohstoffarmen Schweiz, sich auf dem Weltmarkt bezüglich Energiekompetenz neu und führend zu positionieren.»

Einheimische Energie nutzen

Die Schweiz importiert pro Jahr Energie im Wert von rund 10 Milliarden Franken, insbesondere in Form von Erdöl, Erdgas und Uran. «Der Verdienst aus importierten Energieträgern fliesst heute ins Ausland ab. Zudem sind Herkunft und Auswirkungen dieser Energieträger höchst zweifelhaft», sagt Monique Frey von den Grünen. Sie möchte diese 10 Milliarden lieber in der Schweiz umgesetzt sehen. Fabian Peter, Gemeindeammann von Inwil und Kantonsrat der FDP, sieht dies ähnlich: «Die Gemeinde Inwil hat vor rund zehn Jahren bewiesen, wie man das Potenzial einheimischer Energie nutzen kann. Eine gute und pragmatische Zusammenarbeit zwischen Projektfachleuten, dem Kanton und der Gemeinde hat die nötigen Rahmenbedingungen für eine Biogasanlage geschaffen. Eine Erfolgsgeschichte, wie wir aus heutiger Sicht feststellen dürfen.»

Landwirtschaft profitiert

Auch die Landwirtschaft werde von der neuen Energiestrategie profitieren, ist die Bäuerin und Luzerner CVP-Kantonsrätin Priska Wismer überzeugt: «Die Energiestrategie 2050 eröffnet der Landwirtschaft die Chance, bereits geplante sowie neue Projekte zur alternativen Energiegewinnung umzusetzen. Die Landwirtschaft verfügt über grosse Dachflächen, die sich für Photovoltaikanlagen besonders gut eignen. In Biogasanlagen kann zudem Hofdünger zu Energie und Kompost verarbeitet werden.» (pf.)

www.energiestrategie-ja.ch

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