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Fokus

Business-Kloster St. Urban

Das barocke Kloster St. Urban soll neu positioniert werden. Ziel ist es, vermehrt Wertschöpfung für die Region zu schaffen. Die IG «denkMal Kloster St. Urban» bildet zusammen mit der Dienststelle Immobilien des Kantons Luzern die Trägerschaft.

Das Kloster St. Urban in Pfaffnau befindet sich im Eigentum des Kantons Luzern. Hauptmieterin ist die Luzerner Psychiatrie (lups). Zurzeit realisiert die lups ausserhalb des Klosterareals einen weiteren Neubau. Mit dem Auszug der letzten Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Klosterareal werden in den Klosterräumlichkeiten ab Sommer 2023 rund 2'250 Quadratmeter frei. Das bestehende Event- und Kulturmanagement des Klosters St. Urban wird von der lups im Leistungsauftrag betrieben.

Neu-Positionierung

Obwohl das Kloster St. Urban zu einer der schönsten barocken Klosteranlagen der Schweiz gehört, verfügt es gemessen am Potential zurzeit über eine geringe touristisch-kulturelle Anziehungskraft. Um dies zu ändern, soll das Kloster durch die Schaffung einer neuen, von der lups unabhängigen Trägerschaft neu positioniert werden. Auch sollen die freiwerdenden Räumlichkeiten umgenutzt werden. Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad des Klosters nachhaltig zu steigern, das Event- und Kulturmanagement neu zu organisieren sowie Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort zu schaffen. Um dies zu erreichen, wird unter der gemeinsamen Projektträgerschaft der IG «denkMal Kloster St. Urban» und der Dienststelle Immobilien des Kantons Luzern das Projekt «denkMal» lanciert. Finanziert wird das Projekt je zur Hälfte durch Eigenmittel und Eigenleistung der Projektträgerschaft sowie durch Mittel der Neuen Regionalpolitik (NRP) in der Höhe von 440'000 Franken. Die baulichen Anpassungen, welche durch die im Projekt erarbeiteten Anforderungen anfallen werden, sind nicht Bestandteil der NRP-Finanzierung.

Businessplan Anfang 2023

Bis Anfang 2023 werden im Rahmen des Projekts «denkMal» mögliche neue Angebote und Nutzungen der Klosterräumlichkeiten evaluiert und in einem Businessplan konkretisiert. Anschliessend wird über die Umsetzung entschieden. In enger Kooperation mit regionalen Partnern in und um St. Urban soll das Kloster zu einer Attraktion entwickelt werden, die aktiv von der Schweizer Wirtschaft genutzt werden kann. Teams aus Unternehmen, Verbänden und Organisationen sollen die Kraft des Klosters St. Urban nutzen, um Zukunftsthemen und Innovationen zu entwickeln. Die breit angedachte Produkte- und Dienstleistungspalette umfasst Events und Veranstaltungen, kulturellen Aktivitäten, Beherbergungsangebote, Gastronomie, regionalen Erzeugnisse, Aus- und Weiterbildungsangebote, Co-Working-Spaces, Werkstätten, Seminare und Workshops. Auch an ein Museum wird gedacht.

Die IG «denkMal Kloster St. Urban»

Mit der Bewilligung für das NRP-Projekts «denkMal» wurde Anfang 2022 auch die IG «denkMal Kloster St. Urban» gegründet. Diese setzt sich aus Mitgliedern der aktuellen Nutzer der Klosterräumlichkeiten sowie aus lokal und regional verankerten Personen zusammen, die an der Entwicklung des Klosters St. Urban interessiert sind:

Neue Regionalpolitik NRP

Mit der Neuen Regionalpolitik (NRP) unterstützen Bund und Kantone seit 2008 innovative regionale Projekte zur Steigerung der Wertschöpfung im ländlichen Raum, indem sie einen Beitrag zur Steigerung der Standortattraktivität und Schaffung sowie Erhaltung von Arbeitsplätzen leisten. Seit 2008 hat der Kanton Luzern im Rahmen der Neuen Regionalpolitik rund 70 Projekte unterstützt und dabei geschätzt 320 Arbeitsplätze geschaffen, respektive gesichert.(pd./red.)

http://www.st-urban.ch/

https://rawi.lu.ch/themen/Neue_Regionalpolitik_NRP

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