AKOMAG ROICOM
DAS WIRTSCHAFTSPORTAL DE ZENTRALSCHWEIZ

Fokus

  • Stiftung Brändi: Smartphones oder Tablets erhöhen Selbständigkeit. Bild: Fotorotar

Brändi forciert E-Commerce

Die Luzerner Stiftung Brändi betreut neben ihrem Online-Shop mit Eigenprodukten fünfzehn weitere Shops von Drittanbietern. Die Artikel werden gelagert, kommissioniert und versandt. Das Dienstleistungsangebot rundet die Stiftung mit administrativen Services wie Mahnwesen oder einem Contact Center ab. Vor kurzem wurde ein neues Dienstleistungszentrum in Kriens in Betrieb genommen.

Die Wachstumsraten im Onlinehandel sind eine gute Nachricht für die Stiftung Brändi.  Zurzeit versendet die Stiftung pro Tag rund 350 Pakete. Bis im Sommer sollen es bereits 500 Pakete sein «Wir haben das Potenzial des Onlinehandels erkannt und uns neu organisiert», sagt Thomas Menz, Leiter Bereich Arbeit und berufliche Integration. «Dadurch bauen wir unser Angebot aus, erhöhen unsere Kapazitäten, arbeiten sehr nahe am allgemeinen Arbeitsmarkt und schaffen damit wertvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze». Als sozialwirtschaftliches Unternehmen geht es der Stiftung aber nicht alleine um Quantität, sondern auch immer um Qualität.

Mobile Geräte erhöhen Selbständigkeit

Im neuen Dienstleistungszentrum ist die gesamte Infrastruktur auf E-Commerce ausgerichtet – vom Wareneingang über die Lagerung und Konfektionierung bis hin zum Versand. Der Prozess ist geradliniger und mobiler geworden. Mitarbeitende greifen via Smartphone oder Tablet direkt auf die Shopsysteme der Kunden zu und stellen die Bestellungen zusammen. Ihr Aufgabengebiet wird breiter, anspruchsvoller und  erlaubt mehr Selbständigkeit. Die mobilen Geräte helfen ihnen bei der täglichen Arbeit, indem «Fehlgriffe» einfach und verständlich gemeldet und angezeigt werden.

Dienstleistungszentrum mit Full-Service-Angebot.

Die beiden bisherigen Online-Logistikstandorte im AWB Rösslimatt und im AWB Kriens verschmelzen zu einem Dienstleistungszentrum. Die neu gemieteten grosszügigen Räumlichkeiten in der Sternmatt in Kriens bieten helle und freundliche Arbeitsplätze mit grosser Fensterfront. Die Stiftung Brändi übernimmt für Kunden bei Bedarf den gesamten Prozess oder Teile davon», erklärt Thomas Menz. «Wir orientieren uns an den Kundenbedürfnissen und wollen zusammen mit ihnen wachsen.» Eingehende Bestellungen der betreuten Online-Shops werden konfektioniert, verpackt und verschickt. Die Stiftung Brändi übernimmt aber auch die Kontrolle des Zahlungseingangs, das Contact Center oder das Retouren-Management.

Die Stiftung Brändi – Ein Wirtschaftsfaktor

An fünfzehn Standorten bietet die Stiftung im Kanton Luzern 1100 Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie 340 Wohnplätze für Menschen mit geistiger oder psychischer Beeinträchtigung. Hauptsächlich eigenfinanziert, ist die Stiftung Brändi ein Industrieunternehmen, betreibt Restaurants und eine Gärtnerei, stellt Eigenprodukte her und bietet viele weitere Dienstleistungen in insgesamt 14 Branchen. Die Stiftung ist damit ein wichtiger Partner der Industrie und dem Gewerbe.(pd./red.)

www.braendi.ch

zurück zur Übersicht