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  • Fokus des 16. City Talks der City Vereinigung Luzern war die verstärkte Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung mit der KV Luzern Berufsakademie. Bild: zVg/City Vereinigung Luzern

Berufsbildung stärken

Fokus des 16. City Talks der City Vereinigung Luzern war die verstärkte Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung mit der KV Luzern Berufsakademie. Junge Talente im Detailhandel erhalten dadurch wertvolle Perspektive für ihre berufliche Zukunft.

Ende März fand im Grand Casino Luzern der 16. City Talk der City Vereinigung Luzern statt. Eröffnet wurde der Anlass von Präsident Alfred Landolt. Thematischer Schwerpunkt: die verstärkte Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung mit der KV Luzern Berufsakademie.

Die City Vereinigung Luzern umfasst Geschäfte, Gewerbetreibende, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe in der Stadt Luzern. Ein Thema, das die Detailhändler:innen eint ist der Fachkräftemangel.

Dieser liegt vor allem darin begründet, dass 70 Prozent der frisch ausgebildeten Detailhandelsfachpersonen EFZ den Beruf nach der Lehre oder kurze Zeit danach verlassen – eine hohe Zahl, welche Geschäfte und Unternehmen im Detailhandel als Arbeitgebende betrifft. Was es braucht, um junge Fachkräfte im erlernten Beruf zu behalten, wurde am Podiumsgespräch diskutiert.

Das duale Bildungssystem – als Erfolgsgeschichte mit Zukunft
Thema der Podiumsdiskussion mit Luzerner Persönlichkeiten war das duale Bildungssystem – eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft. Karin Stadelmann, Die Mitte und Präsidentin der Kommission Erziehung, Bildung und Kultur des Kantons Luzern; Guido Rast, Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Luzern; Jérome Martinu, Direktor KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern; Yannick Blättler, CEO & Founder NEOVISO und Christian Wipfli, Vorsitzender der Geschäftsleitung KV Luzern diskutierten, was junge Menschen brauchen, um den Karriereweg im Detailhandel motiviert weiterzuverfolgen.

Dazu gehören unter anderem Perspektiven durch Weiterbildung. Ein Bedürfnis, dem die KV Luzern Berufsakademie mit einem umfassenden Weiterbildungsangebot gerecht wird. Dies unterstrich Michael Erni, Leiter Verkauf und Firmenkunden bei KV Luzern Berufsakademie in seiner Präsentation. Dabei betonte er Weiterbildung als strategisches Führungsinstrument von Unternehmen. Entwicklungsmöglichkeiten würden Loyalität der Mitarbeitenden fördern – und sei neuer Lohnbestandteil.

Dies bestätigt Guido Rast von der Migros Genossenschaft Luzern. Um (junge) Talente nicht zu verlieren, seien Unternehmen aufgefordert, ihnen Chancen innerhalb des Betriebs zu bieten und Weiterbildung zu fördern. Dadurch können auch gute Kundenerlebnisse geboten werden. Eine Berufslehre sieht er als wertvolle Grundlage für den weiteren Berufsweg.

Umsetzung in Wirtschaft und Gesellschaft
Yannick Blättler betont, was junge Arbeitnehmende zudem schätzen würden – und Unternehmen sich merken sollten: Teamkultur, Klarheit und Wertschätzung, persönliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten und das Ermöglichen von Lernen. Generell sei es wichtig, junge Menschen zu stärken – sowie Leistungsbereitschaft einzufordern.

Um die Berufsbildung zu stärken ist es wichtig, die Eltern für die duale Bildung zu gewinnen und sie bei der Berufswahl der Jugendlichen mit ins Boot zu holen. Nicht zuletzt sei die Vermarktung und das positive Image der Berufslehre und Entwicklungsmöglichkeiten – insbesondere auf Social Media – wichtiger Faktor.

Karin Stadelmann betonte den gesellschaftlichen Auftrag, die Wertigkeit von Berufslehre und Berufsabschlüssen hochzuhalten. Politische Rahmenbedingungen seien gegeben – nun gehe es um die Umsetzung in Wirtschaft und Gesellschaft. (nj.)

www.city-luzern.ch

www.kvlu.ch/berufsakademie

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