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50 Jahre Hochschule Luzern – Wirtschaft

1971 nahm das heutige Departement Wirtschaft der Hochschule Luzern als Höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule HWV Luzern mit 26 Studierenden den Unterricht auf. 50 Jahre später zählt sie über 2'500 Studentinnen und Studenten, zieht jährlich mehr als 5'000 Weiterbildungsteilnehmende an, ist eine profilierte Forschungs- und Dienstleistungsinstitution und Arbeitsort für rund 360 Mitarbeitende.

Als 1971 die Höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule HWV Luzern gegründet wurde, waren die Wirtschaft und die Bildungslandschaft der Schweiz stark im Wandel. Qualifizierte Führungspersonen mit kaufmännischem Hintergrund waren sehr gesucht. Das führte zu Gründungen von Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschulen in der ganzen Schweiz. Auch in Luzern beauftragte der Regierungsrat eine Studienkommission mit der Ausarbeitung eines Konzepts für eine HWV. «Herausforderungen, welche die Gesellschaft und die Wirtschaft bewegten, waren bereits vor 50 Jahren das Fundament für die Gründung unserer Wirtschaftshochschule – und sind heute noch der wesentliche Motor für die Weiterentwicklung unserer Leistungen», weiss Christine Böckelmann, Direktorin der Hochschule Luzern – Wirtschaft. Und: «Die Unterstützung und das Engagement vieler Menschen hat unsere Geschichte geprägt, gleichzeitig war die Hochschule Luzern – Wirtschaft auch prägend für zahlreiche Biografien.»

26 Studierende im Gründungsjahr
Ihre ersten Räume bezog die HWV Luzern an der Luzerner Frankenstrasse, wo sich heute noch immer ein Teil der Büros der Hochschule Luzern – Wirtschaft befinden. Die HWV Luzern bot zunächst einen einzigen Studiengang an, der auf sechs Semester angelegt war. Im ersten Studienjahr besuchten 24 Männer und zwei Frauen den Unterricht. Bereits im zweiten Jahr wurde eine Doppelführung des Kurses angeboten und schon im dritten Durchgang zählte die HWV über hundert Studierende. Auch bei der Weiterbildung wurde die HWV Luzern schnell aktiv. Ab dem zweiten Schuljahr 1972/1973 wurde ein erster Fachkurs für Verwaltungsbeamte angeboten, welchen 28 Personen mit einem Fachausweis abschlossen.

Unter einem Dach mit Technik & Architektur
Das rasante Wachstum der Schule sorgte dafür, dass die Räumlichkeiten an der Frankenstrasse schon nach drei Jahren zu klein waren. Es folgte ein erster Umzug in das Gebäude des Zentralschweizer Technikums in der Sentimatt. Bereits beim Einzug stand fest, dass diese Lösung nur provisorischer Natur war und die HWV 1977 zusammen mit dem Technikum einen Neubau in Horw beziehen würde. An diesem Standort, an dem das Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern noch heute ansässig ist, blieb die HWV bis 1996.

Neue Studiengänge und rasantes Wachstum
In der Zwischenzeit hatte die HWV Luzern ihr Angebot ausgebaut. Neben der Ausbildung in Betriebsökonomie bot sie ab 1985 einen Studiengang in Wirtschaftsinformatik und ab 1988 in Tourismuswirtschaft an. Zwischen 1985 und 1996 verdreifachte sich die Studierendenzahl. 439 Personen besuchten mittlerweile ein Studium an der HWV Luzern, 467 absolvierten einen Weiterbildungskurs.

1996 konnte die HWV endlich ihr eigenes Gebäude beziehen. Die Studierenden und Mitarbeitenden zogen von Horw in den Neubau an der Zentralstrasse unmittelbar am Bahnhof Luzern. Im Folgejahr wurde aus der HWV Luzern die Hochschule für Wirtschaft (HSW) Luzern. Diese war nun nicht mehr eine Höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule, sondern eine Fachhochschule und organisatorisch neu eine Teilschule der Fachhochschule Zentralschweiz. Ab 2007 trat die Fachhochschule Zentralschweiz unter dem Namen Hochschule Luzern auf. Die damaligen Teilschulen wurden fortan als Departemente weitergeführt und die HSW Luzern in Hochschule Luzern – Wirtschaft umbenannt.

Lokal verankert mit internationaler Strahlkraft
In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die Hochschule Luzern – Wirtschaft in zügigen Schritten zu einer der renommiertesten Wirtschaftsfachhochschulen der Schweiz. Die Anzahl der Studierenden ist auf 2'575 im Jahr 2020 gestiegen. 41 Prozent aller Studentinnen und Studenten stammen aus der Zentralschweiz, rund die Hälfte aus der übrigen Schweiz und fast zehn Prozent kommen aus dem Ausland fürs Studium an die Hochschule Luzern – Wirtschaft. Auch immer mehr Personen lassen sich hier weiterbilden. Mit insgesamt 5'267 Weiterbildungsteilnehmenden im Jahr 2020 ist die Hochschule Luzern – Wirtschaft eine der profiliertesten Weiterbildungsanbieterinnen in der Schweizer Fachhochschullandschaft.
Die Bedeutung der Forschung nahm immer mehr zu und die Hochschule Luzern – Wirtschaft internationalisierte sich zusehends. So wurden im Jahr 2020 insgesamt 90 neue Forschungsprojekte gestartet. Weiter unterstützt das Departement in zahlreichen Beratungsmandaten vor allem Zentralschweizer Unternehmen, Gemeinden und Kantone. Mittlerweile beschäftigt das Departement über 360 Mitarbeitende, davon sind 221 als Professorinnen, Professoren und Dozierende tätig.
2021 hat das Departement nach fünfjährigem Verfahren die AACSB-Akkreditierung erhalten – eines der wichtigsten Qualitäts-Labels, die es international für Business Schools gibt. Christine Böckelmann: «Die AACSB-Akkreditierung ist für uns eine Bestätigung für unseren Fokus auf hohe Qualität und die Konsistenz in der strategischen Entwicklung hin zu einer Wirtschaftshochschule, die stark lokal in der Zentralschweiz verankert ist, zugleich aber in die Schweiz und über die Grenzen hinauswirkt.» (pd.)

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